Human Nature – Die CRISPR-Revolution

Wie weit darf Forschung und die kommerzielle Ausbeute ihrer Ergebnisse gehen? Adam Bolt stellt diesen Fragen zu einem kontrovers diskutierten Fortschritt des 21. Jahrhunderts: der Genschere CRISPR. CRISPR durchtrennt die Erbsubstanz DNA exakt an festgelegten Stellen. So kann man Gene entfernen, abändern oder neue Gene einbauen, Krankheiten eliminieren oder Designerbabys erschaffen. Wie das genau funktioniert, erklärt Bolt durch gelungene Animationen und auch für Laien sehr anschaulich. Er besucht Familien und Kinder im Krankenhaus, die an künftig möglicherweise heilbaren, erblichen Erkrankungen leiden. Und erhält erstaunliche Antworten auf „was wäre wenn“. Wie weit also darf die Gen-Forschung zukünftig noch gehen? Bioethiker kommen zu dem ernüchternden Schluss, dass bei dieser Frage die international verbindlichen ethischen Grenzen dem unaufhaltsamen Fortschritt gnadenlos hinterher hinkt.

„Die Stärke dieses Films besteht darin, dass man am Ende das Bedürfnis hat, über all das zu diskutieren. Die wesentlichen Argumente und Gedankenanstöße liefert er mit, das macht Human Nature so sehenswert.“www.zeit.de

USA/AUS 2019, Regie & Drehbuch: Adam Bolt, 91 Min., OmU


Do. 19.3. / 20:00 * mit Gast: Prof. Dr. Rita Groß-Hardt, Molecular Genetics, Universität Bremen

Sa. 21.3. + So. 22.3. / 18:00; Mo. 23.4. – Mi. 25.4. / 17:30


Trailer

Zum Weiterlesen:

„Adam Bolt gibt im Film keine fertigen Antworten, vielmehr öffnet er Perspektiven, weist auf Aspekte hin und unterbindet dabei jede Polemik. Man staunt im Nachhinein, wie viel durchaus widersprüchliche Argumente Bolt vorkommen lässt. Wer aus »Human Nature« rauskommt, fühlt sich in jedem Fall besser informiert – und so für alle künftigen Streite gut gewappnet.“

Barbara Schweizerhof, 25.10.2019, www.epd-film.de


Crispr verstehen, bevor es zu spät ist

Ein Dokumentarfilm handelt vom neuen Lieblingstool der Gentechniker: Crispr. Nerdig? Schon. Aber jeder sollte "Human Nature" sehen. Es geht um die Zukunft der Menschheit.“

Alina Schadwinkel, 7. November 2019, www.zeit.de