Kommende Gäste & Specials

D 2019, Regie: Therese Koppe, 74 Min.

Mo. 7.2. / 20:00 mit Regisseurin Therese Koppe

Der „Kunsthof Lietzen” war zu DDR Zeiten ein wichtiger Freiraum und Ort der Selbsterfahrung. Seit über vierzig Jahren leben Erika Stürmer-Alex und Christine Stosch auf dem selbst ausgebauten Gehöft im Osten Brandenburgs. Erika, Malerin, gab dort Kunstkurse, und es wurde diskutiert, Musik gemacht, Performances aufgeführt. Durch ihren Lebensstil und ihre lesbische Partnerschaft eckten die beiden schnell an und gerieten unter Beobachtung der Stasi. Als Christine mit der Wende ihren Job als Lektorin verlor, gründeten sie auf dem Hof einen Arbeitskreis und das Projekt „Kreativ leben lernen”, das sich vor allem an ältere arbeitslose Frauen richtete. So wurde der Hof auch zu einem Begegnungsort von Frauen aus Ost und West. Mittlerweile sind beide über 80 und sinnieren gemeinsam mit der jungen Regisseurin über ihre Stasi-Akten, Tagebucheinträge, Erinnerungen und die Bedeutung des Kunsthofs.

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Filme vom 27.1. bis 2.2.

CDN 2020, Regie: Miryam Bouchard, mit Patrick Huard, Jasmine Lemée, 105 Min., OmU

ab Do. 27.1. / 17:30

Die 12-jährige Laura lebt in einer Zirkusfamilie in einem kleinen Wohnwagen und ist ständig auf Tour durch das ganze Land. Ihr Vater Bill ist professioneller Clown und selbsterklärter Lebenskünstler. Seine geliebte Tochter Laura ist seine Clowns-Assistentin und er hofft, sie wird nach der Schule im Zirkus bleiben. Doch Laura träumt heimlich von Stabilität und Sicherheit, am liebsten würde sie sogar auf eine Privatschule gehen. Lauras neue, sehr engagierte Lehrerin Patricia wird auf das talentierte Mädchen aufmerksam und möchte sie, so gut es geht, auf ihrem Bildungsweg unterstützen. Mit ihrer Hilfe besteht Laura die Aufnahmeprüfung der Privatschule. Ob Bill den Wunsch seiner Tochter versteht?
Miryam Bouchards Filmdebüt basiert lose auf ihrer Autobiographie.

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D/A 2020, Regie: Jens Meurer, mit Florian „Doc“ Kaps, 99 Min., Engl. OmU

ab Do. 27.1. / 18:00

Mit dem Einzug des Smartphones Mitte der 2000er Jahre ging es mit den analogen Medien rasend schnell bergab. Platten, Bücher, analoge Filme und Fotographie erscheinen im Vergleich mit dem übermächtigen Goliath der digitalen Welt als nicht mehr zeitgemäß.
20 Jahre später wird unser tägliches Leben stärker denn je von digitalen Medien und Technologien bestimmt und die Nachfrage nach analoger Technik ist gering. 2008 sollte zum Beispiel die letzte Polaroid-Fabrik geschlossen werden und der Erhalt dieser besonderen Art der Fotographie schien unmöglich. Doch Analog-Fan Florian „Doc” Kaps schaffte es unter Einsatz seines gesamten Vermögens, die Firma am Leben zu halten. Und rettete noch Platten. Und Kasetten. Das Impossible Project war geboren.
Jens Meurers Dokumentarfilm ist eine Liebeserklärung an die Analogie: Dem Thema treu bleibend wurde auf 35mm Film gedreht. Zudem wurde der Soundtrack im Direktschnittverfahren auf Vinyl aufgenommen.

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D/F 2021, Buch, Kamera, Regie: Antonia Kilian, 91 Min., OmU

ab Do. 27.1. / 20:00

Hala Mustafa flieht im Alter von 19 Jahren vor der ihr drohenden Zwangsheirat aus ihrer Heimat in Nordsyrien über den Euphrat nach Rojava. In der selbstverwalteten kurdischen Region schließt sie sich dem Militär an und lernt, sich selbst zu verteidigen. Mit diesem Wissen will sie auch andere Frauen vor patriarchaler Gewalt schützen. Als Hala in ihre Heimat und zu ihren jüngeren Schwestern zurückkehrt, merkt sie schnell, dass feministische Ideen beim Islamischen Staat, aber auch zu Hause in ihrer Familie massiv bekämpft werden. Zu stark wiegen gesellschaftlichen Traditionen und Strukturen. Doch Hala setzt ihren Kampf gegen den IS und das Patriarchat im Allgemeinen fort.
Künstlerin, Kamerafrau und Regisseurin Antonia Kilian lebte während der Produktion ein Jahr lang in Nordsyrien und produzierte mit jungen Frauen in Filmworkshops Kurzfilme über Frauenrechte. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen entstand schließlich als Gemeinschaftsprojekt ihr Filmdebüt. „Ich finde die kämpferische Entschlossenheit, die hinter der dortigen Frauenbewegung steht, auf ihre Weise immer noch ziemlich bemerkenswert. Nicht nur in einem militärischen Sinne, sondern auch in der sehr konsequenten, selbstverständlichen Art und Weise, wie sie sich durchsetzt“, erklärt die Filmemacherin Antonia Kilian zu ihrem Projekt. (DOKfest München)

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IR/PL/SLO/CS 2020, Regie: Agnieszka Holland, mit Claudia Vaseková, Ivan Trojan, Jana Kvantiková, 118 Min., OmU

ab Do. 27.1. / 20:30

Jan Mikolášek war eine schillernde und geheimnisvolle Persönlichkeit, die damals wie heute noch polarisiert. 1889 geboren, zeigt der junge Gärtnerssohn Mikolášek bereits früh ein geniales Talent für alternative Heilmethoden auf Pflanzenbasis. Mit seiner intuitiven Methode im Diagnostizieren von Krankheiten wird Mikolášek schnell zu einem der berühmtesten Heiler der damaligen Tschechoslowakei. Neben vielen Behandlungen armer Bürger*innen wird er auch von den Reichen und Mächtigen zu Rate gezogen. Sowohl mit den Nazis als auch mit den Kommunisten pflegt Mikolášek lukrative Kontakte und nutzt die damit verbundenen Privilegien, ohne zu viel von sich preiszugeben. So ahnt zum Beispiel kaum jemand von der homosexuellen Beziehung zwischen Mikolášek seinem Assistenten František. Doch als das kommunistische Regime nach dem Zweiten Weltkrieg ins Wanken gerät und der Post-Stalinismus eine neue Epoche einläutet, wird Mikolášek Opfer eines politisch motivierten, initiierten Schauprozesses.

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KinderKino

D 2021, Regie: Joya Thome, mit Emilia Kowalski, Michel Koch, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 79 Min., ab 5 Jahren

Sa. 22.1. + So. 23.1. / 15:00 // Sa. 29.1. + So. 30.1. / 15:30

Als die kleine Laura in eine neue Stadt zieht, fällt ihr das Ankommen nicht so leicht wie ihrem kleinen Bruder Tommy. Sie vermisst ihre Freunde und fühlt sich oft traurig und einsam. Eines Abends beobachtet Laura aus ihrem Fenster, wie ein Stern vom Himmel fällt. Neugierig sucht sie nach ihm, findet ihn mit einer angeknacksten Zacke und nimmt ihn mit nach Hause, um ihn zu verarzten. Schnell werden Laura und der Stern die besten Freunde, endlich fühlt sie sich nicht mehr so allein. Die Magie des Sterns erweckt Kuscheltiere zum Leben und richtet allerlei Chaos in der neuen Wohnung an. Doch je besser es der verletzten Zacke des Sterns geht, desto näher rückt der Moment, an dem die beiden sich voneinander verabschieden müssen. Denn Sterne können nicht lange am Erdboden überleben. Zum Glück gibt es noch den Nachbarsjungen Max, der Laura zur Seite steht.

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D 2021, Regie: Susanne Kim, FBW-Prädikat: wertvoll, 79 Min, ab 8 Jahren

Sa. 29.1. + So. 30.1. / 15:00 // Sa. 5.2. + So. 6.2. / 15:30

„Wunderkammern - Das sind Orte, an die wir entschwinden können, wenn mal wieder alles zu viel und zu anstrengend ist, wo sich alle Probleme in Luft auflösen.“ Vier Kinder nehmen uns mit in ihre ganz eigene, geheime Welt. Das sind Joline, die niemals erwachsen werden will, und Wisdom, dessen Großvater in Kamerun schon gegen einen Löwen gekämpft hat. Außerdem Roja, die aus dem Iran geflohen ist und seitdem gegen ihre Angst vor Wasser kämpft. Und Elias, der auf seinem eigenen, bunten Planeten im All wohnt. In ihren Wunderkammern gibt es weder Leistungsdruck noch Einsamkeit, gemeine Mitschüler*innen oder zu schwierige Hausaufgaben. Stattdessen werden sie bevölkert von wundersamen Tieren, fernen Planeten und wunderbaren Abenteuern.
„Meine Wunderkammern“ ist ein dokumentarischer Kinderfilm, ergänzt durch Animationen und selbstgeschriebene Musik – mit, von und für Kinder!

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