Kommende Gäste & Specials

Programm: Wolfen (USA 1981), Sword of God (PL/B 2018), The Visit (USA 2015)

Sa. 31.10. / ab 18:00 mit Einführung

Als ob uns das Jahr 2020 bisher nicht schon genug Ängste und Grusel bereitet hätte: Wir laden Euch herzlich ein zu einem kleinen, aber feinen Halloween-Spektakel! Unsere Mischung aus drei sehr unterschiedlichen Horrorfilmen bietet eine Vielfalt aktueller Themen und wird jeder/jedem von Euch das Fürchten lehren: Im ökopolitischen Underground-Klassiker WOLFEN treiben grausige Geschöpfe ihr Unwesen im mystischen New York der frühen 1980er Jahre; SWORD OF GOD führt uns – eher unkonventionell inszeniert a la „Valhalla Rising“ und „Apocalypto“ – die blutige Realität der christlichen Missionierung im Mittelalter vor Augen; und schließlich sorgt THE VISIT als moderne Version von Hänsel und Gretel für schaurige, aber dennoch witzige Unterhaltung zum krönenden Abschluss.

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Filme vom 29.10. bis 1.11.

D/F 2019, Regie: Nicola Alice Hens, 86 Min., frz./engl. OmU

ab Do. 29.10. / 17:30

60 Jahre lang schwieg Marthe Cohn alias Chichinette über ihre unglaubliche Lebensgeschichte und wie sie es schaffte, als Spionin die Nazis zu bekämpfen. Auch ihr Mann wusste nichts. Es begann, als Marthe Hoffnung, eine französische Jüdin aus Metz, im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor. 1945 entschied sie sich, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland für das Ende des Krieges zu kämpfen. Dann sprach Marthe 60 Jahre nicht mehr darüber. Heute, im Alter von 98 Jahren, bereist sie die Welt und vermittelt ihre Botschaft an Menschen aller Generationen: „Es ist immer möglich, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, auch unter den schlimmsten Umständen“.
Nicola Alice Hens` Film zeichnet, teils in animierten Bildern, Marthes Lebensweg nach und beobachtet, wie sie mit der liebevollen Unterstützung ihres Mannes Major mit fast manischem Eifer die Welt bereist. Denn viel Zeit bleibt in ihrem Alter nicht. Marthe hat Charakter und schnell wird klar, warum sie damals „Chichinette“ – kleine Nervensäge – genannt wurde. Mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum bei ihren Vorträgen.

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D/DK 2019, Regie: Anders Østergaard & Erzsébet Rácz, 88 Min., engl. OmU

ab Do. 29.10. / 18:00

Günther Goldschmidt und seine Frau Rosemarie haben es die längste Zeit ihres Lebens genauso gemacht wie viele andere Überlebende Nazi-Deutschlands: die Vergangenheit ruhen gelassen. Selbst als erwachsener Mann weiß Martin nur wenig über die Lebensumstände seiner Eltern vor ihrer Flucht in die Vereinigten Staaten im Jahr 1941. Als seine Mutter stirbt, wird das Schweigen jedoch unerträglich. Endlich konfrontiert er seinen Vater mit dessen Vergangenheit.
In ungewöhnlicher filmischer Hybridform zwischen fiktionalen Elementen der Inszenierung und dokumentarischer Aufarbeitung erzählt Anders Østergaard die wahre Geschichte eines jüdischen Musikerpaars aus Oldenburg. Der Film basiert auf der realen Familiengeschichte des US-Amerikanischen Radiomoderators Martin Goldsmith, der in Arizona aufwuchs und lange nicht wusste, was seine Eltern erlebt hatten, bevor sie 1941 entkamen. Der Film über die Familie Goldschmidt zeigt den wunderbaren Bruno Ganz in seiner letzten Rolle.

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D 2020, Regie: Michael Venus, 102 Min.

ab Do. 29.10. / 20:00

Im Hotel Sonnenhügel, tief in der deutschen Provinz, spielen sich schreckliche Dinge ab – zumindest in den Albträumen, von den Marlene immer wieder geplagt wird. Nachdem sie herausfindet, wo das Hotel ist, fährt sie spontan dorthin. Doch schon kurz nach der Ankunft am Ort ihrer schlaflosen Nächte erleidet sie einen Zusammenbruch und muss eingewiesen werden. Ihre Tochter Mona findet sie in einem komaähnlichen Zustand in der örtlichen Klinik. Mit den Traumtagebüchern ihrer Mutter ausgerüstet, bezieht Mona selbst ein Zimmer im Hotel, um herauszufinden, was passiert ist. Doch je tiefer Mona in der Geschichte des Sonnenhügels gräbt, desto mehr stößt sie bei den Hotelbesitzern auf Widerstand. Und als sie auch noch von denselben Albträumen heimgesucht wird wie ihre Mutter, vermischen sich Traum und Realität.

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GB 2019, Regie: Jared P. Scott, 92 Min., OmU

ab Do. 29.10. / 20:30

In der Sahel-Zone Nordafrikas sind die Auswirkungen des Klimawandels schon lange zu spüren. Die Wüste breitet sich aus, die Dürreperioden verlängern sich und die Versorgung der Bewohner ist gefährdet. 2007 startete ein Projekt, um die Wüste aufzuhalten: Quer über den Kontinent soll ein 8.000 Kilometer langer Grüngürtel aus Bäumen wachsen, quasi eine Mauer, die Menschen verbindet, anstatt sie zu trennen.
Jared P. Scott begleitet die Sängerin und Aktivistin Inna Modja aus Mali, die Unterstützer*innen des Projekts aufsucht. Sie selbst hat ein Album aufgenommen, dessen Erlös in das Projekt fließt. Während ihrer Reise durch verschiedene Länder nutzt sie ihr musikalisches Talent, um Beziehungen aufzubauen. Inna Modja spricht mit den Menschen über ihre Träume und Ängste, die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Viele der Gebiete, über die sich die Mauer erstrecken soll, sind von Konflikten gezeichnet und können nicht begrünt werden. In 21 afrikanischen Staaten ist die Initiative bereits tätig und es wurden insgesamt 15 Prozent der ursprünglich geplanten Bäume gepflanzt. Doch der Film macht auch Mut: Wenn wir gemeinsam handeln, können wir viel erreichen.

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USA 1981, Regie: Michael Wadleigh, 114 Min., OmU

Sa. 31.10. / 18.00

Eine Serie grausamer und scheinbar wahlloser Morde hält die New Yorker South Bronx in Atem: Die Leichen eines einflussreichen Maklers, seiner koksenden Ehefrau und eines verwahrlosten Säufers werden zerstückelt aufgefunden. Die Indizien sprechen für Tierangriffe. Doch der erfahrene Detective Wilson will nicht so recht an einen Zufall glauben. Bald stoßen er und Polizeipsychologin Neff auf die Spuren übernatürlicher Kreaturen, die ihren Opfern nicht nur in ihrer Intelligenz überlegen sind. Uralt und mächtig verteidigen sie ihr Revier gegen die menschliche Übernahme.
Mit „Wolfen“ gelingt Regisseur Michael Wadleigh (Woodstock) ein faszinierender Öko-Horror-Werwolf-Thriller, dessen politische Botschaft raffiniert durch die Verwebung von sozialkritischen Aspekten und Stilmitteln des Horror auf die Leinwand projiziert wird. Besonders eindrücklich untermalt im Zusammenspiel von James Horners Soundtrack und den Farb- und Kameraeffekten Gerry Fishers.

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PL/B 2018, Regie: Bartosz Konopka, 100 Min., poln. OmU

Sa. 31.10. / 20.30 

Irgendwo im mittelalterlichen Europa: Zwei Ritter werden auf eine weit abgelegene Insel geschickt, um deren heidnische Ureinwohner*innen zum christlichen Glauben zu bekehren. Nur eine erfolgreiche Missionierung könne die ansässige Bevölkerung vor der Auslöschung durch die königliche Armee bewahren, dabei ist den Kreuzrittern jedes Mittel recht. Wider ihren Erwartungen reagiert der Stammespriester jedoch mit klarer Ablehnung.
Eine archaischen Auseinandersetzung: Percussion-Beats und grollende Bässe treiben die atemberaubenden, distanzlosen Chiaroscuro-Bilder ungnädig voran. Die Figuren in Schlamm, Blut und Dreck erinnern beinahe an Skulpturen. Unmittelbares Kino und eine einzigartige Erfahrung, eindeutig beeinflusst von Nicolas Winding Refns "Valhalla Rising". (slash film festival)

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USA 2015, Regie: M.Night Shyamalan, 94 Min., OmU

Sa. 31.10. / 22.30

Rebecca und ihr kleiner Bruder Tyler wissen eigentlich sehr wenig über ihre Familie: Ihre alleinerziehende Mutter hat bereits vor 15 Jahren den Kontakt zu den Großeltern abgebrochen. Den Grund für diese Entscheidung will sie ihren Kindern aber nicht verraten. Die Geschwister haben sich jedoch einen fixen Plan zurechtgelegt, um hinter dieses streng gehütete Geheimnis zu kommen. Schließlich gelingt es ihnen, ihre Mutter zu überzeugen: Sie dürfen ihre Großeltern im ländlichen Pennsylvania besuchen fahren. Rebecca hat sich in den Kopf gesetzt, alles in einem Dokumentationsfilm festzuhalten. Was als harmloser Besuch bei lieben alten Leuten beginnt, die sich so freuen, endlich ihre Enkel kennen zu lernen, entwickelt sich schnell zu einem Alptraum. Irgendetwas stimmt nicht auf der Farm.
Kult-Regisseur M. Night Shyamalan (The Sixth Sense) feiert mit „The Visit“ ein lang ersehntes Comeback in kompletter Eigenproduktion. Wer hätte gedacht, dass Oma und Opa so furchteinflößend sein können.

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KinderKino

S 1972, Regie: Olle Hellbom, 94 Min., ab 6 J.

ab Sa. 24.10. / 15:00

Die Bewohner aus Lönneberga haben Geld gesammelt. Vielleicht könnte man Michel damit nach Amerika schicken? Die Magd Lina findet das zwar eine gute Idee, andererseits tun ihr aber die Amerikaner leid. Denn Michel ist bekannt für seine Streiche, genauso wie für seine immer größer werdende Männchensammlung. Diese schnitzt er im Tischlerschuppen, wenn er dort nach einem Streich zur Strafe mal wieder „nachdenken“ soll. Auch diesmal hat Michel wieder viele Ideen, die er unbedingt ausprobieren muss. Weder Flusskrebse, eine Blaubeersuppe noch die Geburtstagsfeier des Bürgermeisters sind vor ihm sicher. Doch als sein Freund Alfred erkrankt und draußen ein Schneesturm tobt, wächst Michel über sich hinaus.
Der gutmütige Michel, der im schwedischen Original von ¬Astrid Lindgren eigentlich Emil heißt, wächst einem mit seinen lustigen Streichen auch heute noch ans Herz. Ein Klassiker.

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D 2019, Regie: Tim Trageser, 97 Min., ab 8 Jahren

ab Sa. 31.10. / 15:00

Vampir Vlad zieht mit seinem Vater Barnabas ins sagenumwobene Crailsfelden, um dort die magische Penner-Akademie zu besuchen. Doch gleich am ersten Tag muss sich der 13-Jährige beim Anblick eines winzigen Blutstropfens vor versammelter Mannschaft übergeben. Und das als Vampir! Oberpeinlich! Zusammen mit seinen neuen Freunden Faye, einer Fee mit Flugangst und Wolf, einem Werwolf, der unter einer Tierhaarallergie leidet, droht er zur Lachnummer der ganzen Schule zu werden. Doch die drei Freunde halten zusammen, während sich in der Stadt nach und nach eine düstere Verschwörung offenbart: Erst soll Vater Barnabas von der verschlagenen Hexe Frau Circemeyer genötigt werden, mit einem wertvollen roten Kristall aus dem Familienbesitz seine Schulden zu begleichen, dann laufen einfache Zaubersprüche aus dem Ruder. Alles weist darauf hin, dass der Bürgermeister Louis Ziffer seine Hände im Spiel hat und ganz Crailsfelden ins Chaos stürzen wird, wenn die Wolf-Gäng ihn nicht aufhält.

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