Kommende Gäste & Specials

D 2024, Buch, Regie: Petra Hoffmann; 95 min., teilw. OmU

Mo. 27.5. / 20:00mit Gästen: Petra Hoffmann, Regisseurin; Erika Harzer, Produktion

Vor 45 Jahren stürzte die sandinistische Revolution in Nicaragua den Diktator Anastasio Somoza. Es begann eine Ära der Hoffnung. Eine junge Generation unter Führung des Revolutionärs Daniel Ortega übernahm die Regierung mit dem ehrgeizigen Ziel, eine gerechtere und sozialere Gesellschaft aufzubauen. Der Traum der Revolution inspirierte damals viele Menschen auf der ganzen Welt. Von überall reisten in den 1980er Jahren freiwillige Helfer*innen nach Nicaragua, um beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. Allein 15.000 der Brigadist*innen stammen aus Westdeutschland, unter ihnen die Regisseurin Petra Hoffmann. 
Doch der Traum von Revolution entpuppt sich als Lüge. 2007 wird der Revolutionsheld Daniel Ortega erneut zum Präsidenten gewählt, doch seine Ideale haben sich verändert. Machthungrig verfolgt er seitdem kritische Stimmen aus den eigenen Reihen. Über 400 Menschen wurden bereits von Paramilitärs erschossen und die internationalen Unterstützer*innen geraten zunehmend ins Visier von Ortega. Auch Petra Hoffmann selbst darf nicht mehr nach Nicaragua einreisen. Im benachbarten Costa Rica trifft sie alte Revolutionär*innen und neue Aktivist*innen. Ihr Film befasst sich damit, was aus den Träumen und Wünschen der Menschen geworden ist, die einst Teil der Revolution waren.

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D/TAN 2024, Regie: Cece Mlay, Agnes Lisa Wegner, 97 Min., OmU

Do. 30.5. / 20:00mit Gästen: Dr. Wiebke Ahrndt, Überseemuseum & Dr. Ohiniko Mawussé Toffa, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Bis heute lagern zehntausende menschliche Gebeine aus ehemaligen Kolonien in deutschen Museen. Unter anderem wurden diese für rassistische „Forschungszwecken“ nach Deutschland gebracht. So auch der Schädel von Songea Mbano, der von der deutschen Armee in Tansania während des kolonialen Majimaji-Krieg (1905-1907) hingerichtet wurde. Seine Familie verfolgt dieser Schmerz bis heute. Sein Urenkel John Mbano begibt sich mit seiner Frau Cesilia im Süden Tansanias auf Spurensuche, um die Gebeine endlich nach Hause zu holen. Im Norden von Tansania geht es Felix und Ernest Kaaya ähnlich, sie kämpfen um die Rückführung der Gebeine ihres Vorfahren, der auch von der Kolonialarmee hingerichtet wurde. Die Suche der Mbanos führt schließlich nach Deutschland. In Berlin konfrontieren sie die zuständigen Institutionen mit ihrem Wunsch, die Gebeine ihres Vorfahren in ihre Heimat zu überführen. Unterstützung erhalten sie von den Aktivisten Mnyaka Sururu Mboro und Konradin Kunze, die dafür kämpfen, dass deutsche Museen ihre Archive öffnen. Schließlich kommt der Bundespräsident in den Heimatort der Familie Mbano, um sich für offiziell für das Leid zu entschuldigen. Das Grab ist jedoch nach wie vor leer.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung, Bremen

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Filme vom 23.5. bis 29.5.

D 2023, Regie: Nadine Zacharias, 104 Min.

Ab Do. 23.5. / 18:00

Der endlos heiße Sommer in Freiburg gibt den Besuchern des „Fitness California" die richtigen Westcoast-Vibes. Dieser Ort ist nicht nur ein Fitnessstudio, sondern eine kleine „Traumfabrik", in der drei Sportlegenden, Adolf Seger, Bernd Fleig und Mario Sabatini, täglich trainieren. Als der Fitnessboom aus Kalifornien in den 1980er Jahren auch nach Deutschland schwappte, eröffneten die drei ehemaligen Profi-Ringer ihr Studio. Das ist auch heute noch mit dem nostalgischen Kraftraum und den in die Jahre gekommenen Black Irons das Zentrum ihres Lebens. Die Männer, die in der Vergangenheit unzählige Meistertitel errungen haben, sind durch eine tiefe, lustige, aber auch rivalisierende Freundschaft und den Sport verbunden. Wenn sie nicht selbst trainieren, stehen sie dem überaus bunten California-Klientel mit Rat und Tat zur Seite oder sitzen an der Theke und sinnieren über die alten Zeiten: Da geht es um den Ringsport der 60er und 70er Jahre, die persönlichen Geschichten und Schicksale und um die Verwirklichung ihrer Träume, wie der Gründung des „Fitness Californias", das mit seinem nostalgischen Charme bis heute begeistert.

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D/I 2023, Regie: Robert Gwisdek, s/w, 91 Min.

Ab Do. 23.5. / 20:30

Basilio lebt allein in einer verlassenen sizilianischen Villa und schreibt Musik. Er wird von einem mysteriösen Mentor heimgesucht, der ihn mal wie ein Kind, mal wie ein alter Mann dazu antreibt, die „wahre Poesie" zu suchen. Als Basilio wenig später auf die ebenfalls mysteriöse Karla trifft, beginnt sich seine Welt mehr und mehr in ein Gedicht zu verwandeln.
Robert Gwisdek, der Sohn von Michael Gwisdek und Corinna Harfouch, stand als Schauspieler in zahlreichen Fernsehproduktionen und Kinofilmen vor der Kamera, außerdem ist er als Musiker, Musikvideoregisseur und Buchautor tätig. Gwisdeks Langfilmdebüt, „ Der Junge, dem die Welt gehört“, feierte seine Premiere auf den Hofer Filmtagen 2023.

 

Robert Gwisdek über den Film
„Die Art und Weise, wie dieser Film gemacht wurde, spiegelt auf seltsame Weise die Reise unserer Hauptfigur wider. Die verschlungenen Pfade, auf denen sie ihre künstlerische Vision sucht, waren der meinen gleich. Innerhalb kürzester Zeit wurden der Stoff geschrieben und ein Team zusammengestellt, und über den Weg, den der Film beim Drehen und im Schnitt nahm, hat sich dessen Geschichte mehrmals komplett neu entwickelt. Mitten in der Corona-Pandemie lebte die gesamte Crew in der wunderschönen sizilianischen Villa, die im Film gezeigt wird. Kein extra Hotelzimmer wurde angemietet. Wir schliefen und aßen dort und filmten ca. 85 Prozent des Filmes nur an einem Ort. Auch habe ich bedeutende Änderungen an den Szenen vor Ort vorgenommen, indem ich mit den Schauspielern improvisierte und die Villa erkundete. Wir verschmolzen mit unserem geheimnisvollen Wohnort. Als ich den Film schnitt, fand ich mich zunehmend von den Rätseln fasziniert, die das Filmmaterial aufzeigte. Ursprünglich geplant mit einem anderen Schauspieler, stieß Denis Lavant gerade zwei Wochen vor Drehbeginn dazu. All das führte dazu, dass der Film sein ganz eigenes Leben entwickelte.“ 

Geboren 1984 in Berlin. Schauspielstudium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Tätig als Schauspieler, Sänger der Band Käptn Peng und die Tentakel von Delphi und Regisseur


Filmografie
2011 DAS HEIMWEH DER FELDFORSCHER, Kurzfilm // 2013 CIRCUIT, Kurzfilm // 2023 THE ALCHEMIST, Kurzfilm HOF 2023 // 2023 DER JUNGE DEM DIE WELT GEHÖRT, Spielfilm HOF 2023

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D 2024, Buch, Regie: Petra Hoffmann; 95 min., teilw. OmU

Ab So. 26.5. / 17:30

Vor 45 Jahren stürzte die sandinistische Revolution in Nicaragua den Diktator Anastasio Somoza. Es begann eine Ära der Hoffnung. Eine junge Generation unter Führung des Revolutionärs Daniel Ortega übernahm die Regierung mit dem ehrgeizigen Ziel, eine gerechtere und sozialere Gesellschaft aufzubauen. Der Traum der Revolution inspirierte damals viele Menschen auf der ganzen Welt. Von überall reisten in den 1980er Jahren freiwillige Helfer*innen nach Nicaragua, um beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. Allein 15.000 der Brigadist*innen stammen aus Westdeutschland, unter ihnen die Regisseurin Petra Hoffmann. 
Doch der Traum von Revolution entpuppt sich als Lüge. 2007 wird der Revolutionsheld Daniel Ortega erneut zum Präsidenten gewählt, doch seine Ideale haben sich verändert. Machthungrig verfolgt er seitdem kritische Stimmen aus den eigenen Reihen. Über 400 Menschen wurden bereits von Paramilitärs erschossen und die internationalen Unterstützer*innen geraten zunehmend ins Visier von Ortega. Auch Petra Hoffmann selbst darf nicht mehr nach Nicaragua einreisen. Im benachbarten Costa Rica trifft sie alte Revolutionär*innen und neue Aktivist*innen. Ihr Film befasst sich damit, was aus den Träumen und Wünschen der Menschen geworden ist, die einst Teil der Revolution waren.

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TAN/SA/D/KAT 2021, Regie: Amil Shivji, 90 Min., Swahili, engl. OmU

Ab So. 26.5. / 20:00

Auf der Insel Sansibar vor Indiens Küste erhebt sich in den 1950er-Jahren eine Unabhängigkeitsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft. Auch die junge Yasmin, deren Familie von Indien auf die Insel ausgewandert ist, rebelliert, als sie mit einem älteren Mann verheiratet wird. Sie flieht ins Swahili-Viertel Stone Town, wo sie dem jungen Revolutionär Dengé begegnet. Denge engagiert sich aktiv im Unabhängigkeitskämpf gegen die britische Kolonialmacht und für ein freies Sansibar. Zusammen mit seinen Kameraden übersetzt und verbreitet er sozialistische Pamphlete und nutzt jede freie Minute für das große Ziel. Denge fühlt sich in Yasmins Nähe frei und sie andererseits fühlt sich zu seinen Idealen hingezogen. Zwischen beiden erwächst eine verbotene Liebe. Als Denge aufgrund seiner rebellischen Aktionen ins Gefängnis kommt, ist es an Yasmin, Teil des antikolonialen Kampfes zu werden und ihn zu befreien.
Vuta N’Kuvute ist die Verfilmung des gleichnamigen Swahili-Romans von Adam Shafi und der erste historische Spielfilm, der auf Sansibar gedreht wurde.

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Kinder- & Jugendkino

D 2024, Regie: Soleen Yusef, 119 Min., FSK: 6, empf. ab 9 J.

Sa. 18.5., So. 19.5. + Mo. 20.5. / 15:00 // Sa. 25.5. / 15:30 // So. 26.5. / 15:30KIJUKO Club

Seit sie sich erinnern kann, spielt Mona Fußball - und zwar besser als die meisten Jungs, ihre Brüder eingeschlossen. Zu Hause in Syrien gehörte Fußball zum Alltag, auch während des Krieges. Doch als die kurdische Familie nach Deutschland fliehen muss, fällt es der 11-jährigen schwer, sich an der neuen Grundschule im Berliner Wedding wohl zu fühlen. Der Klassenlehrer begrüßt sie freundlich, aber schnell merkt Mona, dass es an ihrer Schule ziemlich hart zur Sache geht. Nicht einmal zum Training der Mädchenmannschaft traut sie sich anfangs zu gehen, denn die Mitschüler*innen benehmen sich Mona gegenüber mies. Doch ihr außergewöhnliches Talent bleibt dem engagierten Klassenlehrer Herr Chepovsky – genannt Herr Che – nicht verborgen. Er überredet Mona, sich dem Mädchenteam anzuschließen und schnell fühlt sie sich auf dem Fußballplatz wieder ein bisschen wie früher. Um gewinnen zu können, muss das Team lernen gemeinsam kämpfen - statt gegeneinander.

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USA/CHN 2024, Regie: Mike Mitchell, Stephanie Stine, 94 Min., FSK: 6, empf. ab 10 J.

So. 26.5. / 15:00 // Sa. 1.6. + So. 2.6. / 15:30

Kaboom! Panda Po, der wohl ungewöhnlichste Drachenkrieger, ist wieder da! Seit Jahren beschützt er die Bewohner*innen im Tal des Friedens und kostet seinen Ruhm der vergangenen Heldentaten in vollen Zügen aus – auch kulinarisch gesehen! Doch seine Zeit als Kämpfer soll enden, denn Kung Fu Meister Shifu bietet dem Panda ein wichtiges Amt an: Po soll die weise Schildkröte Oogway als spiritueller Führer im Tal ablösen. Doch was weiß ein Panda mit ausgezeichnetem Appetit schon über Spiritualität? Statt sich den neuen Aufgaben zu stellen, stürzt sich Po erst einmal in das vielleicht größte Abenteuer bisher. Eine neue Superschurkin ist nämlich auf den Plan getreten! Das Chamäleon kann sich in jedes beliebige Tier verwandeln und hat bereits die Stadt Juniper City im Klammergriff. Alleine ist Po ihr nicht gewachsen, doch im Team mit der nervigen Steppenfüchsin Zhen könnten die beiden es mit vereinten Kräften schaffen.

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