Kommende Gäste & Specials

D 2022, Regie und Projektkoordination: Jürgen J. Köster, mit Brenda Ruiz Silva, Oliver Kurschat, 125 Min.

Mo. 5.12. + Di. 6.12. / 20:30mit Regisseur, Protagonisten und Filmgespräch

«Es muss so sein, wie ich das will!! Wehe dem, der mir widerspricht, denn nur ich allein bin die Wahrheit!» Zitat Ferdinand Schäfer, Berlin 2004 nachdem ihm unterstellt wurde, das Wiener Trinkwasser mit Shampoo verseucht zu haben. Als der Nasenstöpsel tragende Berliner Ferdinand Schäfer sowie sein Assistent Bruno Maas vom Shampoo-Konzern «PONT 1843» Bremen erreichen, wird schnell klar, dass Toleranz und Empathie ein NO GO für diese Herren sind. Knallhart versuchen sie, gemeinsam mit der Regionalassistentin Vera, den inklusiven Gesundheitsladen «Salon Ramona» samt Heilpädagogin und Biochemikerin Lou Hendrix sowie ihren Assistenten Godo platt zu machen. Der Fernsehjournalist Gerd Lau ist völlig neben der Spur, weil er nicht verstehen kann, dass diese Idioten aus Berlin ihn erstens eingeseift haben und zweitens Lous individuelles Bioshampoo als eine Gefahr für ihren Konzern betrachten. Auch der auf sein Heilmittel «DIE FARBEN von PARIS» fixierte Dr. Heinz wundert sich, dass Lous Shampoo und ihr Salon Ramona eine Gefahr für die Menschheit sein sollen. Immerhin helfen sie dort Menschen mit schweren Krisenerfahrungen durch Gespräche und mit dem individuellen Bioshampoo. Und selbst der mediensüchtige Bürgermeister Dr. Ohmken höchstpersönlich lässt sich den Schorf seiner Frau auf seiner Kopfhaut von Lous Basisshampoo entfernen.

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UA 2020, Regie: Taras Dron, mit Maryna Koshkina, Oleg Shulga, Larysa Rusnak, 100 Min., OmengU

Mi. 7.12. / 18:00mit Einführung: Elias Angele, Forschungsstelle Osteuropa, Uni Bremen

Yulia ist eine erfolgreiche Sportlerin, eine Mixed Martial Arts-Kämpferin. Als sie erfährt, dass ihr Freund Denys im Krieg in der Ostukraine gefallen ist, verändert sich ihr Leben schlagartig. Die Öffentlichkeit erwartet von ihr, den Trauerschleier zu tragen und von nun an in der Rolle der Witwe eines Kriegshelden aufzutreten. Aber Yulia will ihr Leben und ihre Rolle selbst bestimmen. Sie wagt es sogar, eine neue Beziehung mit Maksym einzugehen, was Denys‘ Mutter sehr missfällt.

„Im Film gibt es eine weitere spannende Frauenrolle: die Mutter des verschollenen Soldaten. Da seine Leiche nicht gefunden wird, gibt sie die Hoffnung, dass er noch am Leben ist, nicht auf. Beide Frauenfiguren werden einander gegenübergestellt: die eine möchte weiterleben, die andere hält an der Vergangenheit fest. Damit greift der Film klassische Frauenrollen der sozialistischen Kriegsfilme auf: die Mutter, die symbolisch für das Heimatland steht, und die Geliebte, die die friedliche moderne Gesellschaft repräsentiert. So erzählt BLINDFOLD nicht nur eine individuelle Geschichte, viel mehr ist der Film ein Kommentar auf die Auswirkungen des seit 2014 andauernden Krieges in der Ukraine auf das gesamte gesellschaftliche Gefüge. Die Themen, die der Film behandelt, sind vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine aktueller denn je. Dabei erschien der Film schon 2020 und verdeutlicht damit, dass der Krieg den Alltag der Menschen in der Ukraine schon lange bestimmte, bevor er 2022 im Westen präsent wurde." (Text: Filmfestival Cottbus)

Eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Filmreihe „Frauenrollen im Sozialismus und danach“, die Teil des 32. Filmfestival Cottbus war. Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Filme vom 1.12. bis 7.12.

F 2022, Regie: Amandine Fredon & Benjamin Massoubre, Animation, 86 Min., OmU

ab Do. 1.12. / 17:30

Über ein großes Blatt Papier gebeugt, irgendwo zwischen Montmartre und Saint-Germain-des-Prés im Paris der 1950er Jahre, erwecken Jean-Jacques Sempé und René Goscinny einen lachenden und schelmischen kleinen Jungen zum Leben, den kleinen Nick. Zwischen Kameradschaft, Streit, Raufereien, Spielen, Dummheiten und haufenweisen Strafen erlebt Nick eine fröhliche und glückliche Kindheit. Im Laufe seiner Abenteuer schlüpft der neugierige Junge immer wieder auf den Schreibtisch seiner Schöpfer und stellt sie zur Rede. Sempé und Goscinny erzählen Nick von ihrer Begegnung, ihrer Freundschaft, aber auch von ihren Lebenswegen, Geheimnissen und ihrer Kindheit.
„Die Geschichten des kleinen Nick“ wurden schon als Realfilme umgesetzt, „Der kleine Nick erzählt vom Glück“ in Zeichentrickform ist aber der erste Film, der der Vorlage von Autor Rene Goscinny und Zeichner Jean-Jacques Sempé wirklich entspricht. Die zauberhaften Zeichnungen fangen den Charme der Bücher ein und sind die perfekte Übertragung vom Buch zum Bewegtbild. Der ganz eigene Stil der Kinderbücher gepaart mit einer Erzählung über die Künstler, die den kleinen Nick erschufen, setzt den beiden ein Denkmal.
Der auf der französischen Buchserie „Le petit Nicolas“ basierende Animationsfilm feierte seine Weltpremiere bei den 75. Filmfestspielen von Cannes und wurde als Bester Spielfilm beim Festival in Annecy ausgezeichnet.

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A/D/F 2022, Regie: Ulrich Seidl, mit Michael Thomas, Tessa Göttlicher, Hans-Michael, 115 Min.

ab Do. 1.12. / 18:00

Der österreichische Schlagersänger Richie Bravo welkt an der Adria-Küste im winterlichen Rimini vor sich hin. Vom früheren Glanz und Gloria sind nur noch die alten Showkostüme übrig, mit denen der einstige Star des Schlagerhimmels heute in halbleeren Hotelfoyers auftritt. Die treue Anhängerschaft, bestehend aus älteren Bustouristeninnen, beglückt Richie mit schnulzigen Schlagermelodien und halbitalienischen Flirtroutinen. Zusätzlich verdient sich er seinen Unterhalt als Gigolo in den Hotelbetten der Zuschauerinnen und verbringt einsame Abende in den örtlichen Spielkasinos oder auf Spaziergängen über die Strände seiner Wahlheimat im Nebelgrau. In diese melancholische Idylle tritt auf einmal seine Tochter Tessa. Der Sänger wird aus seinem Alltagstrott gerissen, denn jetzt muss er Geld für jahrzehntelang versäumte Unterhaltszahlungen auftreiben.
„Rimini“ vom österreichischen Regisseur Ulrich Seidl ist Teil Eins des ursprünglich geplanten Filmprojektes „Böse Spiele“. Der zweite Teil dieses Diptychons, „Sparta“, feierte im September auf dem Filmfestival in San Sebastián seine Premiere und handelt von Richie Bravos jüngerem Bruder Ewald.

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S/B/N 2022, Regie: Magnus Gertten, 92 Min., frz./schwed./engl./span. OmU

Do. 1.12. / 20:00

Weihnachten 1944 im KZ Ravensbrück lernen sich zwei Inhaftierte kennen, die belgische Opernsängerin Nelly Mousset-Vos und die chinesische Widerstandskämpferin Nadine Hwang. Ab diesem Moment verbringen die beiden Frauen so viel Zeit wie möglich miteinander. Kurz vor Kriegsende werden sie für einige Monate getrennt, finden sich wieder, ziehen zusammen nach Venezuela, um dort ihre Liebe frei leben zu können, und später nach Brüssel.
Viele Jahre lang wurde ihre Liebesgeschichte geheim gehalten, sogar vor einigen ihrer engsten Familienmitglieder. Nach 20 Jahren hat Nellys Enkelin Sylvie nun das Privatarchiv des Liebespaars geöffnet, weil sie in Magnus Gerttens Doku „Every Face has a Name“ Nadine Hwang erkannt und ihn kontaktiert hatte, um ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. In Fotografien, Super-8- und Audioaufnahmen sowie in poetischen und erschütternden Tagebucheinträgen stößt die Enkelin auf die Erinnerungen ihrer Großmutter an das KZ und auch auf Zeugnisse eines gemeinsamen Lebens mit Nadine – einer Paarbeziehung, die von der Familie nie als solche benannt wurde.
Magnus Gertten berührender Dokumentarfilm erzählt eine bemerkenswerte Geschichte über den Horror des Krieges, gut gehütete Familiengeheimnisse und die Liebe gegen alle Widerstände.

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CH 2022, Regie: Susanne Regina Meures, 97 Min.

ab Do. 1.12. / 20:30

Die vierzehnjährige Leonie aus einem Berliner Vorort verdient als Influencerin ihr Geld. Ihre Eltern unterstützen sie, wo sie können, denn sie wünschen sich für Leonie ein besseres Leben, als sie es als Arbeiterfamilie haben. Über vier Jahre hat Susanne Regina Meures die Familie begleitet. Zu Beginn der Dreharbeiten hat Leonie etwas mehr als eine halbe Million Fans, am Ende sind es 1,6 Millionen auf YouTube, Instagram und TikTok. Vater Andreas und Mutter Sani machen das Management, löschen auch die Hasskommentare im Internet.
Und Leonie muss liefern für ihre Follower*innen, die zu ihr aufschauen und so sein wollen wie sie. Darunter auch ihr größter Fan Melanie aus Bayern. Melanie verbringt oft zwölf bis 17 Stunden am Handy, um Bilder und Videos von Leonie zu bearbeiten und auf Social Media zu verbreiten. Ihr größter Traum ist es, Leonie endlich zu treffen. Leonie jedoch leidet zunehmend unter dem starken Druck, immer das makellose Idol sein zu müssen – nur eine der vielen Schattenseiten des „perfekten” Lebens als Influencerin. »86 Prozent der befragten Teenager streben eine Karriere als Influencer:in an. 80 Prozent aller Brands setzen auf Influencer-Marketing«, heißt es einmal im Film.

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KinderKino

D 2022, Regie: Martina Plura, mit Meggy Hussong, Laura Tonke, Amelie Lammers, 95 Min., ab 8 Jahren

Sa. 26.11. + So. 27.11. / 15:00 // Sa. 3.12. + So. 4.12. / 15:30

Lotta Petermann ist zurück mit neuen Abenteuern! Lotta, Cheyenne und Paul können es gar nicht erwarten, auf ihre erste gemeinsame Klassenfahrt nach Amrum zu fahren. Endlich mal allein ohne nervige Eltern und Geschwister auf einer Insel unterwegs zu sein – das perfekte Abenteuer für die beste Bande der Welt - die Wilden Kaninchen! Allerdings sinkt Lottas Vorfreude bei der Abreise auf den Tiefpunkt, als ausgerechnet ihr Papa Rainer als Begleitperson einspringen soll. Als ob das noch nicht genug wäre, hat Cheyenne auch noch ihre kleine Schwester Chanell mit im Gepäck. Zusätzlich gibt es Probleme in der Bande: Der neue französische Mitschüler Rémi möchte gern ein Wildes Kaninchen werden, um jede freie Sekunde mit Lotta zu verbringen, was ihr so gar nicht in den Kram passt. Und dann verschwindet auch noch Chanell!
Frisch ausgezeichnet von der Kinderjury beim 9. Bremer Kinder- & Jugendfilmfest KIJUKO mit dem KIJUKO-Filmpreis 2022!

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D 2022, Regie: Ali Samadi Ahadi, mit Uwe Ochsenknecht, André Jung, ChrisTine Urspruch, 81 Min., ab 6 Jahren

Sa. 3.12. + So. 4.12. / 15:00 // Sa. 10.12. + So. 11.12. / 15:30

Um überleben zu können, brauchen Mucklas Chaos und Durcheinander. Doch da die Menschen immer ordentlicher leben und nichts mehr herumliegen lassen, sind die Mucklas heute fast vollständig ausgestorben. Zum Glück gibt es aber noch einen kleinen Stamm, der seit mehreren Generationen im chaotischenKramladen von Herrn Hansson lebt. In seinem Sammelsurium an Dingen fühlen sie sich besonders wohl. Doch als ein neuer Besitzer den Laden übernimmt, ändert sich schlagartig das alles für die Mucklas. Der Nachmieter ist nämlich nicht nur ein regelrechter Ordnungsfanatiker, sondern zugleich ein Kammerjäger, der ihnen an den Kragen will. Darum werden die kleinen Mucklas Svunja, Tjorben und Smartö losgeschickt, um für ihren Stamm ein neues Zuhause zu finden. Auf ihrer abenteuerlichen Reise müssen die drei lernen, sich und anderen zu vertrauen.

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